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Erde & Kompost » Der MEG-Gartentipp

Bau und Bepflanzung eines Hochbeetes

Gemüse, Kräuter und Blumen in angenehmer Arbeitshöhe aussäen, pflanzen und ernten sind Vorteile, die für den Bau eines Hochbeetes sprechen. Das Hochbeet kann je nach Wahl des Standortes u. a. als Abgrenzung zum Nachbargrundstück dienen oder an passender Stelle in städtischen Anlagen für „urbanes Gärtnern“ genutzt werden. Durch gezielte südliche Ausrichtung des Hochbeetes wird Sonnenlicht optimal genutzt. Dies schafft ideale Bedingungen für Wärme liebende Pflanzen. Im Frühjahr lässt sich das Hochbeet mit einem Folientunnel zum Frühbeet ausbauen, das die Pflanzen vor Spätfrösten schützt. Im Herbst schützt der Folientunnel die noch nicht erntereifen Pflanzen vor den ersten Frösten. Anstelle des Folientunnels kann ein im Sommer verwendetes Kulturschutznetz den Befall von Schädlingen einschränken und Fraßschäden vorbeugen.

 

Bauanleitung
Es gibt eine Vielzahl verschiedener Konstruktionsmöglichkeiten für Hochbeete. Eine einfache und günstige Variante ist die Verwendung ungeschälter frischer Fichtenstangen. Geeignet sind auch Bohlen und Profilholzbretter sowie L-Betonsteine oder Hohlblocksteine als beständige „Dauerlösung“. Bei der Verwendung von Holz ist der Anstrich mit einem ökologischen Holzschutzmittel ratsam sowie die Auskleidung der Innenwand mit einer Noppen- oder Teichfolie.

Höhe: ca. 1 m zum bequemen Gärtnern.
Länge: Sie kann je nach Bedarf variieren, sollte jedoch 6 m nicht überschreiten. Die Längsseite des Hochbeetes erfolgt am besten in Ost-West-Ausrichtung. Durch zusätzliche Neigung der oberen Schicht (siehe Abbildung) wird eine Südhanglage nachgeahmt – optimal zur schnellen Erwärmung des Bodens.
Breite: Die Mitte des Beetes ist bei einer Breite von 1,20 – 1,50 m mit ausgestrecktem Arm gut zu erreichen.

Der Schichtaufbau im Hochbeet
Der Untergrund des geplanten Hochbeetes wird spatentief umgegraben oder tief gelockert.

Vor dem Befüllen: Ein feinmaschiger Kaninchendraht auf dem Grund des Hochbeetes befestigt, hält Wühlmäuse und andere „Mitesser“ fern.

Befüllen: Gartenerde aus Hessen
Für die mittlere ca. 30 cm dicke Schicht ist Gartenerde aus Hessen als Mutterbodenersatz die optimale Erdenmischung. Sie ist garantiert frei von Unkrautsamen und -wurzeln. Darauf sollte auch bei Verwendung von anderem Bodenmaterial geachtet werden. Mutterboden (Oberboden) enthält in der Regel Unkrautsamen und -wurzeln.

Abschluss: Pflanzerde aus Hessen
Für die obere Schicht von etwa 10-20 cm ist die nährstoffreiche, fein gesiebte Pflanzerde aus Hessen beste Grundlage für die Bepflanzung. Je nach Bedarf wird sie während der  Kulturdauer nachgefüllt. Bei der beschriebenen Hochbeet-Bauweise treten jedoch nur geringe Setzungsverluste auf. 

1. Im Hochbeet dringt zu wenig Luft an die untere Schicht. Hinreichend Sauerstoff ist jedoch eine grundlegende Voraussetzung für gesunde Ab- und Umbauprozesse während der Verrottung.

2. Die Verwendung von unreifem Kompost oder Mist trägt ein Überangebot an Nährstoffen ein, das zu Pflanzenschäden führen kann.

3. Bei hohen Niederschlägen oder bei durchdringender Bewässerung besteht zudem die Gefahr, dass Nährstoffe sowie schädliche Substanzen (z. B. Chlorid) in den Untergrund und dann in Gewässer und/oder ins Grundwasser ausgewaschen werden und diese negativ beeinträchtigen.

Zur Orientierung:
3 Liter ausgereiften Kompost pro m² für Gemüse mit hohem Nährstoffbedarf empfiehlt die Bundesgütegemeinschaft Kompost (BGK) als sachgerechte Düngungsmenge. Das entspricht einer 3 mm-Schicht Kompost.

Bepflanzung und Pflege
Die Pflanzerde aus Hessen in der oberen Schicht sichert die Nährstoffversorgung der Pflanzen und führt zu gesundem und harmonischem Wuchs. Sie ist besonders für Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf wie Tomaten, Gurken, Paprika, Auberginen, Lauch und Kohl  geeignet. Bei der Bepflanzung empfiehlt es sich Mischkulturen anzulegen z. B. Gurken mit Dill, Tomaten und Zucchini mit Basilikum, Dicke Bohnen mit Kapuzinerkresse, Lauch und Ringelblumen mit Erdbeeren. Bei Verwendung der Pflanzerde aus Hessen ist eine zusätzliche Düngung i. d. R. nicht erforderlich.

Tipp:
Im 1. Jahr stark zehrende Kulturen anbauen, im 2. Jahr - im gleichen Beet – schwachzehrende Kulturen. Zum Nachfüllen Oberhessische Pflanzerde verwenden. Eine zusätzliche Düngung ist somit i. d. R. nicht erforderlich. Sind weitere Hochbeete vorhanden, kann die Bepflanzung entsprechend rotieren. Durch die erhöhte Lage ist der Wasserbedarf eines Hochbeetes höher als bei Flachbeeten. Ideal ist die Bewässerung mit einem Tropfschlauch. Zusätzlich schützt eine Mulchschicht vor Verdunstung.

Erden aus Hessen – für alle Anwendungszwecke in Ihrem Garten!

 

Fotos: Marion Bieker

Flyer zum Ausdrucken

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Blühende Pracht im Hochbeet
Kiste für das Hochbeet
Vliesschicht